Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums {Rezension}

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Rezensionsüberschriften

Ein tolles Cover. So einfach und dennoch sagt es alles aus! Viel mehr kann ich gar nicht dazu sagen, es spiegelt einfach die Stimmung und den Sinn des Buches vollkommen wieder und besticht mit einem einfachen und dennoch wunderschönen Design.

Die Schriftarten Harmonieren super miteinander, sowie das Logo des Verlages oder der Name des Autors, nichts sticht negativ hervor.

 

autorSaenz.Benjamin Alire_Vantage Point Studios
Benjamin Alire Sáenz schreibt Lyrik und Prosa für Erwachsene und Jugendliche. Er wurde für seine Bücher für Erwachsene mit dem PEN/Faulkner Award und dem American Book Award ausgezeichnet. Auch seine Jugendbücher, darunter „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“, erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Er unterrichtet Kreatives Schreiben an der University of Texas in El Paso.

Verlag: Thienemann-esslinger.de

 

Information

 

Benjamin Alire Sáenz

Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Ab 14 Jahre
384 Seiten
Format:
138 x 220 mm

ISBN: 978-3-522-20192-6
Übersetzt von: Brigitte Jakobeit
Erscheinungstermin: 16.07.2014

 

Klapptext

Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken und ist selbstsicher. Ari fallen Worte schwer und er leidet an Selbstzweifeln. Dante geht auf in Poesie und Kunst. Ari verliert sich in Gedanken über seinen älteren Bruder, der im Gefängnis sitzt. Mit seiner offenen und einzigartigen Lebensansicht schafft es Dante, die Mauern einzureißen, die Ari um sich herum gebaut hat. Ari und Dante werden Freunde. Sie teilen Bücher, Gedanken, Träume und lachen gemeinsam. Sie beginnen die Welt des jeweils anderen neu zu definieren. Und entdecken, dass das Universum ein großer und komplizierter Ort ist, an dem manchmal auch erhebliche Hindernisse überwunden werden müssen, um glücklich zu werden!

In atemberaubender Prosa erzählt Sáenz die Geschichte zweier Jungen, die Loyalität, Freundschaft, Vertrauen, Liebe – und andere kleine und große Geheimnisse des Universums entdecken.

 

Reihe: Einzelband

Genre: Drama, Roman

Erzählperspektiven: Hier wurde ausschließlich aus der Sicht von Aristoteles geschrieben.

Protgonisten:

  • Aristoteles (Ari)
  • Dante 

 

persönliche-meinung

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich anfangen soll. Dieses Buch geht einem an die Substanz, regt Dich zum Nach- und Mitdenken an. Ich habe dieses Buch im laufe der Leserunde im August, mit unserem Buchclub Booksandbeyondclub gelesen. Leider hab ich nur 3 Tage zum Lesen gebraucht 😀  Es ließt sich flüssig und leicht. Die Seiten schmücken sich mit wahnsinnig vielen und witzigen Dialogen, was das lesen noch um ein vielfaches vereinfacht.

Der Autor hat hier wirklich eine wunderbare Basis geschaffen, er hat die Gedanken und Gefühle der Jugend einfach auf den Punkt gebracht. Er beschrieb auch sehr bildhaft mit wenig Detail. Nur das Nötigste. Aber das hat gereicht.

Aristoteles Mendoza macht im Buch einen schwer deprimierten Eindruck, er ist unzufrieden mit sich und seinem Leben und dennoch ist er sehr vernünftiger junger Mann, der die Welt nicht versteht, sie teilweise nicht verstehen will und einfach gerne alleine ist.

„Wahrscheinlich hatte ich es ganz gut. Vielleicht liebten mich nicht alle, aber ich gehörte auch nicht zu denen, die von allen gehasst wurden. Ich konnte mich gut verteidigen, deshalb ließ man mich in Ruhe. Die meiste Zeit war ich unsichtbar. Ich glaube, mir gefiel das so. Und dann kam Dante.“

Auch wenn ich jetzt ein paar Jährchen älter bin, konnte ich mich in Gewissen Situationen einfach sehr gut in ihn hineinversetzen. Die Unsicherheiten. Das Negative Denken.

Ich mochte die Dialoge mit der Mutter sehr gerne, sie zeigten einfach die unerschütterliche Liebe und das Verständnis füreinander. Es wurde nicht nur gestritten wie in den meisten Handlungen. Beide hatten einen ähnlichen Humor. Trocken mit einem Fünkchen Wahrheit.

Dante hingegen war offen, fröhlich und furchtbar ehrlich, ehrlich zu sich selbst und ehrlich zu jedem anderen. Er war das Gegenstück zu Ari und der erste richtige Freund. Er war sein Gegenpol, das was Ari gebraucht hatte um an das Leben zu glauben.

Es gab kein hervortretendes Thema in diesem Buch, es ging um vieles. Es ging um Freundschaft, um Familie, um Liebe, um Trauer, um Mut, um Selbsthass, um Selbstverwirklichung. Ich würde dieses Buch auch nicht zu reinem LGBQT Buch zählen. Man sollte sich auf diesen etwas „anderen“ Roman, etwas „anderem Schreibstil“ einfach Einlassen. Auch auf Action sollte man nicht wirklich warten, es gab zwar 2 – 3 Momente bei denen mir die Gänsehaut über dem Körper lief und tränen in den Augen standen, aber im Vordergrund stand Action definitiv nicht, eben so wie es im echten Leben ist.. Es war intensiv, regte zum Nachdenken und Mitfühlen an.

„Warum lächeln wir? Warum lachen wir? Warum fühlen wir uns allein? Warum sind wir traurig und verwirrt? Warum lesen wir Gedichte? Warum weinen wir, wenn wir ein Gemälde sehen? Warum ist unser Herz in Aufruhr, wenn wir lieben? Warum schämen wir uns? Was ist das Ding in unserer Magengrube, das wir Sehnsucht nennen?“

Es werden auch die Eltern und die Beziehung zueinander, der Familie und ihren Kindern toll beschrieben, wunderbare Eltern mit Ecken und Kanten, mit Geheimnissen und Fehlern, die sie sich eingestehen und Verbesserung, die sie geloben. Benjamin Alire Sáenz schaffte es ganz einfach, dass ich mich in jeden einzelnen Charakter in diesem Buch verliebt habe.

 

fazit

In diesem Buch entdecken zwei Jungs nacheinander immer mehr Geheimnisse des Universums, ihrem Universum.

Das Buch hat mich verzaubert, es war ganz anders, als alles was ich bisher gelesen hab und trotzdem konnte, und ich wollte es in einem Rutsch lesen. Fantastisch. Tiefgründig. Das wäre ein Buch, das ich in der Schule lesen lassen würde, wenn ich eine Lehrerin wäre. Es lehrt so viel Gefühl und Akzeptanz. Es lehrt dich ,wie du mit Gedanken umgehst, wie du Familie und Freunde um Rat und Hilfe bittest. Wie du zu DIR stehst.

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leseprobe

Leseprobe Aristoteles & Dante

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5 Gedanken zu “Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums {Rezension}

  1. So jetzt wo ich das Buch auch endlich beendet habe, konnte ich endlich deine Rezension lesen und ich muss dir wirklich zustimmen. Auch ich würde es nicht als reines LGBT Buch bezeichnen – das Thema kam mir ehrlich gesagt sogar ein wenig zu kurz, dafür, dass es ja eigentlich ein LGBT Thema sein soll – was aber jetzt nicht negativ gemeint ist. In dem Buch geht es um so viele wichtige Themen – meine Güte ich hab immer noch Gänsehaut. Ich muss sagen, zwischendurch war ich mir teilweise manchmal nicht sicher, ob ich es jetzt gut finde oder irgendwie nicht – aber immer wieder hat mich der Autor überzeugen können, dass ich es eben doch gut finde. Mehr als gut sogar und das Ende – wow – ich weiß gar nicht was ich sagen soll und muss das jetzt glaub ich erst mal über Nacht sacken lassen. Morgen werde ich dann wohl auch meine Rezension dazu schreiben. ♥ Das Ende jedenfalls hat mich zu Tränen gerührt.

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